,
Kindheit kann nicht warten –
Kinder brauchen Eltern!

Geschichtliche Entwicklung

Der Evangelische Verein für Adoption und Pflegekinderhilfe e. V. in Düsseldorf-Heerdt ist einer der ältesten Fachverbände der rheinischen Diakonie gewesen. Er ist aus der Rheinisch-westfälischen-Rettungshaus- Vorsteher-Konferenz hervorgegangen, die eine "Commission" einsetzte, die sich bei ihrer ersten Sitzung am 22. Mai 1878 mit der Frage beschäftigte, „Wie man die „rechte“ Familie finden soll“. Veranlasst durch das preußische Zwangserziehungsgesetz die Unter-bringung verwahrloster Kinder betreffend von 1878 initiierten die Repräsentanten der Rettungshausbewegung im Rheinland erstmals eine über den begrenzten Aktionsradius der Erziehungsvereine hinausgehende überregionale Vermittlungspraxis.


Die Familienpflege war eine evangelische Antwort auf die soziale Frage des 19. Jahrhunderts. Aus dieser "Commission der Rettungshaus-Vorsteher-Konferenz" ging die „Evangelische Jugendfürsorgekonferenz der Rheinprovinz“ hervor, die 1920 als „Evangelischer Jugendfürsorgeverein der Rheinprovinz e. V.“ in das Düsseldorfer Vereinsregister eingetragen wurde. Zwischen 1878 und 1921 ist von evangelischer Adoption und Adoptionsvermittlung nicht die Rede, auch wenn sie in Einzelfällen immer aus der Pflege heraus praktiziert worden ist – einen wirklichen Bedarf schaffte fatalerweise erst der Erste Weltkrieg. Auch die Evangelische Jugendfürsorge war damit zum Handeln aufgerufen. Dem Evangelischen Jugendfürsorgeverein, der seinen Sitz in Neuwied hatte, war in dieser Zeit auch die Evangelische Zentralstelle für Familienerziehung im Rheinland angeschlossen.


Ab 1933 wurde auch der Staat im Adoptionswesen aktiv. Die NSV (Nationalsozialistische Volkswohlfahrt) übernahm nach und nach das Adoptions- und Pflegekinderwesen. Die Arbeit des Vereins wurde immer weiter eingeschränkt; schließlich unmöglich gemacht. Aufgrund der Repressalien durch die Gestapo musste der Verein 1939 von Neuwied nach Düsseldorf-Wittlaer umziehen, wo er bis Herbst 2016 auf dem Gelände der Graf-Recke-Stiftung zu Hause war. Seitdem befindet sich die Dienststelle des Evangelischen Vereins in Düsseldorf Heerdt.
 

 

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm der Evangelische Jugendfürsorgeverein im Oktober 1945 seine Tätigkeit als Adoptionsvermittlungsstelle wieder auf. Von 1955 bis 1981 war der Evangelische Jugendfürsorgeverein zusätzlich bundesweit als Adoptionszentrale des Central-Ausschusses für die Innere Mission der Deutschen Evangelischen Kirche tätig. Der Bedarf für Adoptionsvermittlung war nach dem Zweiten Weltkrieg wieder besonders hoch. Nicht für alle Kinder konnten geeignete Eltern in Deutschland gefunden werden. Noch bis in die 70-er Jahre vermittelte der Evangelische Jugendfürsorgeverein Kinder ins Ausland, insbesondere nach Dänemark. 1976 wurde der Evangelische Jugendfürsorgeverein in „Evangelischer Verein für Adoptions- und Pflegekindervermittlung Rheinland“ umbenannt.

Im Jahr 1991 hat der Evangelische Verein für Adoptions- und Pflegekindervermittlung Rheinland e. V. im Auftrag des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland eine Auslandsadoptionsvermittlungsstelle eingerichtet und ist als Zentraler Evangelischer Fachdienst für interstaatliche Adoptionsvermittlung bundesweit tätig.

In der Zeit von 1991 bis 2014 vermittelte der Evangelische Verein als Auslandsvermittlungsstelle Kinder aus Äthiopien. Seit dem Jahr 2000 kooperiert der Evangelische Verein im Rahmen der Auslandsadoption mit Südafrika. Von 2010 bis 2014 wurden auch Kinder aus Kenia vermittelt.

Im Jahr 2010 wurde die Satzung geändert. Der Name des Vereins lautet seither Evangelischer Verein für Adoptions- und Pflegekinder-vermittlung e. V.

Im Rahmen einer weiteren Satzungsänderung führt der Verein nun den Namen Evangelischer Verein für Adoption und Pflegekinderhilfe e.V.

 

ohne Titel

zum Seitenanfang