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Kindheit kann nicht warten –
Kinder brauchen Eltern!

Informationen zur Adoption aus Südafrika

Sie möchten ein Kind aus Südafrika adoptieren...

 

Wir freuen uns über Ihr Interesse an der Adoption eines Kindes aus Südafrika ! 

Kindheit kann nicht warten!

Allgemeine Voraussetzungen für eine Adoption

Um die Aufnahme eines Kindes aus Südafrika können sich verheiratete Paare, die ihren Hauptwohnsitz in Deutschland haben, bewerben. Der Evangelische Verein für Adoption und Pflegekinderhilfe e.V. (nachfolgend: Evangelischer Verein) arbeitet als Zentraler Evangelischer Fachdienst für interstaatliche Adoption bundesweit.

Es gelten bei der Auslandsadoption grundsätzlich folgende Kriterien, die wir in der Regel bei der Vermittlung berücksichtigen:

  • Sie müssen geschäftsfähig, verheiratet und älter als 25 Jahre sein.
  • Lebensverkürzende bzw. stark beeinträchtigende Krankheiten müssen ausgeschlossen sein. 
  • Ihre wirtschaftlichen Verhältnisse müssen gesichert sein.
  • Grundsätzlich halten wir es aus Kindesperspektive für sinnvoll, dass der Altersabstand zwischen Kind und Annehmenden nicht mehr als etwa 40 Jahren beträgt. 
  • Wenn es in Ihrer Familie schon Kinder gibt, soll das anzunehmende Kind das jüngste sein. Geschwisterbeziehungen sind wichtig im Leben von Menschen und müssen bei der Vermittlung beachtet werden. 
  • Um dem Kind die Integration in seine neue Familie zu erleichtern, soll das Kind in dieser Phase nur von den Eltern betreut werden. Deshalb sollte mindestens ein Elternteil dem Kind in hohem zeitlichen Umfang zur Verfügung stehen.

Darüber hinaus möchten wir Sie schon jetzt über spezielle Kriterien bei der Vermittlung aus Südafrika informieren:

  • Alter bei Antragstellung: derzeit 38/40 Jahre 
  • zum Zeitpunkt der Vermittlung mindestens 5 Jahre verheiratet sein oder 
  • 5 Jahre zusammen leben und davon mindestens ein Jahr verheiratet sein 
  • Es dürfen maximal bereits zwei Kinder in der Familie leben (ein leibliches oder ein deutsches Adoptivkind oder ein Kind, bzw. zwei Kinder aus SA)
  • Christliche Lebenseinstellung erwünscht
Unsere Begleitung der Adoption

Bei der Vermittlung orientieren wir uns ausschließlich an den Bedürfnissen des einzelnen Kindes. Der Evangelische Verein vermittelt in der Regel Kinder von 7 Monaten bis zu 3 Jahren. In seltenen Fällen werden auch ältere Kinder oder Geschwister zur Vermittlung vorgeschlagen. 

Es handelt sich bei der Auslandsvermittlung zumeist um Kinder, die einen besonderen Bedarf haben, weil sie belastende oder traumatisierende Vorerfahrungen gemacht haben und/oder ein erhöhtes Entwicklungsrisiko mitbringen.

Geben Sie unserem Team die Chance, Sie persönlich gut kennenzulernen, damit wir gemeinsam zu einer realistischen Einschätzung gelangen können, für welches Kind Sie die geeigneten Eltern sein können.

Adoptivkinder brauchen das, was alle Kinder brauchen: liebevolle Zuwendung und eine freudvolle, optimistische Familienatmosphäre. Da sie aber schon eine besondere Lebensgeschichte hinter sich haben, brauchen sie mehr als andere Kinder Eltern, die sie sensibel wahrnehmen und sich mit Engagement ihrer besonderen Aufgabe widmen. 

Die Fachkräfte des Evangelischen Vereins begleiten Sie nicht nur vor und während der Vermittlung des Kindes, sondern unterstützen Sie auch bei der Durchführung des Anerkennungs- und gegebenenfalls des Umwandlungsverfahrens nach dem Adoptionswirkungsgesetz. 

Wir beraten Sie in der Nachsorge persönlich und mit speziellen Fortbildungs-angeboten und betreuen Sie bei Reisen in das Herkunftsland. 

Wir möchten Ihnen für das Bewerberverfahren Mut machen: Die Aufnahme eines Adoptivkindes  in Ihre Familie ist eine Chance, Familie mit nichtleiblichen Kindern zu werden.

 

Kinder brauchen Eltern!

 

Weitere Informationsmöglichkeiten: 

Grundlagen und Kooperationspartner

Bei der internationalen Adoptionsvermittlungsarbeit bildet das Haager Übereinkommen über den Schutz von Kindern und die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der internationalen Adoption (HAÜ) die Basis für die internationale Zusammenarbeit des Evangelischen Vereins mit seinen Kooperationspartnern im Ausland. Südafrika hat das Haager Übereinkommen ebenfalls ratifiziert. 

Ein weiteres Fundament stellen die ethischen Regeln von EurAdopt dar, zu deren Einhaltung sich der Evangelische Verein als Mitglied verpflichtet hat. EurAdopt ist eine Dachorganisation, in der sich europäische Auslandsadoptionsvermittlungsstellen in freier Trägerschaft zusammen-geschlossen haben.

Der Evangelische Verein kooperiert im Rahmen der Auslandsadoption mit  der Organisation Abba Adoptions, ein christlich orientierter, freier Träger in Südafrika.

Kosten für Auslands- Adoptionsbewerber

Die Adoptionsvermittlung eines Kindes aus dem Ausland unterliegt den gesetzlichen Vorgaben, die in seinem Heimatland gelten. Jede anerkannte deutsche Adoptionsvermittlungsstelle muss die gesetzlichen Vorgaben erfüllen, die im deutschen Adoptions-vermittlungsrecht und auch in der Haager Konvention zum Schutz von Minderjährigen bei internationaler Adoption festgelegt wurden. Dort ist u.a. geregelt, wie viele Fachkräfte beschäftigt werden müssen und welchen Anforderungen ein internationales Adoptionsvermittlung-sverfahren zu genügen hat. Adoptionsvermittlungsstellen in freier Trägerschaft bekommen im Gegensatz zu den Landesjugendämtern, die auch zur internationalen Adoptionsvermittlung befugt sind, dafür keine staatliche Unterstützung.

Dies trifft auch auf den Evangelischen Verein für Adoption und Pflegekinderhilfe e. V. (nachfolgend: Evangelischer Verein) zu, der wirtschaftlich eigenständig ist und seine Personal- und Sachkosten nach dem Wegfall kirchlicher Zuschüsse vollständig selbst decken muss. Er muss deshalb für seine Dienstleistung Beiträge von den Adoptionsbewerbern erheben.

Der Evangelische Verein hat die Kostenbeiträge in zwei Bereiche eingeteilt, in die sogenannte EVAP - Pauschale und in die Länder-pauschale.

Folgende Kostenbeiträge erhebt der Evangelische Verein ab Januar 2021:

Kostenblatt 2021

Informationen zur Situation in Südafrika aufgrund der Corona-Pandemie

 

Die Wartezeit in (Auslands-) Adoptionsprozessen hängt, wie Sie wissen, von vielen Faktoren ab und ist deshalb nicht vorhersehbar. Zu diesen ohnehin vorhandenen Faktoren sehen wir uns derzeit alle zusätzlich mit der Corona-Pandemie konfrontiert, die in vielerlei Hinsicht auch Einfluss auf die Wartezeit haben kann.


Bislang ist weder für den Evangelischen Verein noch für den Kooperationspartner ABBA Adoptions in Südafrika absehbar, inwieweit die Corona-Pandemie zu einer Verlängerung von Wartezeiten führen wird. Es besteht aber die Möglichkeit, dass der Umstand, bislang in diesem Jahr keine Vermittlung durchgeführt zu haben, zu deutlich längeren Wartezeiten führt.

 

Dies könnte vor allem für Adoptionsbewerber, die ein höheres Lebensalter haben, perspektivisch zu einer „Herausforderung“ werden. Vor allem dann, wenn zukünftig weiterhin in erster Linie Bedarf besteht, für Kinder unter einem Jahr eine Familie zu finden.

Der Altersabstand zwischen dem annehmenden Paar und dem Kind könnte bei überdurchschnittlich langen Wartezeiten irgendwann zu groß werden, so dass eine Vermittlung eines sehr jungen Kindes an ein „älteres“ Adoptionsbewerberpaar nicht mehr möglich sein wird.

 

Unsere Überlegung, derzeit zunächst keine weiteren Anträge von „älteren Paaren“ (über 40 Jahre alt zum Zeitpunkt der Bewerbung) anzunehmen, haben wir vorerst beiseite gestellt, da die Corona-Pandemie umgekehrt auch zu einem größeren Bedarf, Familien zu finden, führen könnte. Dann würde sich die Wartezeit nicht verlängern, ggf. sogar verkürzen.

Wir wären dann in der Situation, u. U. nicht über ausreichend Bewerberpaare zu verfügen, die diese Kinder aufnehmen könnten. Eine - vor allem für die Kinder - schwierige Situation.


Wir möchten Sie deshalb bitten, bei Ihrer Antragstellung und auch im bereits laufenden Prozess, die o.g. Aspekte mit Blick auf Ihre individuelle Situation / Ihr Lebensalter zu berücksichtigen, damit Sie unter Umständen entscheiden können, ob es für Sie Sinn ergibt, einen Adoptionsantrag zu stellen bzw. Ihren Prozess weiter aufrechtzuerhalten.


Wir alle sind zuversichtlich, dass sich über kurz oder lang eine Tendenz abzeichnen wird und dass es dann besser möglich ist, eine Einschätzung bzgl. der Situation und dem Bedarf in Südafrika abzugeben. Wann dies der Fall sein wird, können wir jedoch leider derzeit nicht vorhersehen und bitten um Ihr Verständnis.

Wir werden Sie aber in jedem Fall auf dem Laufenden halten.

Ihr EVAP-Team

ohne Titel

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